Mittwoch, 15. Juli 2009

"Will ya ever go jihad again?"

Das Buch "Poems from Guantanamo" ist ein Phänomen: Von tausenden Gefangenen-Gedichten haben 22 die US-Zensur passieren dürfen. Nun ist klar, dass auch die Islamisten in der Moderne der Lyrik angekommen sind.
Wut, Sehnsucht nach der Heimat, Verzweiflung, Ermutigung, Trost, Racheschwüre, die Anrufung Gottes, aber auch Realistisches machen den schmalen Band zu einem gewichtigen Dokument. So sehr man sich über die USA aufregen kann: Sie dürften der einzige Staat sein, der seine ärgsten Gegner aus dem Gefangenenlager heraus mit offizieller Genehmigung Gedichte veröffentlichen lässt.

1 Kommentare:

Geburtstag Gedichte hat gesagt…

Später erhielten die Gefangenen Schreibmaterialien, aber die Texte, die sie verfassten, wurden ihnen in aller Regel abgenommen, kontrolliert, und lagern heute in einem Hochsicherheitstrakt irgendwo in Virginia.